Ergo sum? Bin ich ich?
Tief in die Untiefen unserer Gedanken und unseres Seins
Unter Schmerzen geboren, erweckt, geworfen in eine neue Welt. Unbewusst ins Bewusste. Gefüttert mit Reizen, Berührungen, Stimmen, Empfindungen, überschüttet mit Informationen, mit Einflüssen, Erwartungen und Konventionen. Geworfen in materielle Zwänge. Abgeknippst vom Nabel des Lebens. Plötzlich allein. Zu zweit? Zu dritt? Allein. Abgeworfen vom Kollektiv. Doch viele sind da. Bewusst ins Unbewusste – Unbewusst ins Unbewusste.
Normen und Zwänge die Körper formen. Formen Körper? Mein Körper? Körper formen Gedanken? Gedanken formen Gedanken? Ein Blitz des Geistes? Oder doch nur eingepflanzt. Gesät, gehegt, gepflegt, ungesehen. Von außen statt aus sich heraus. Etwas, das Mensch doch eigentlich fremd sein sollte. Ich denke, also bin ich. Konstituiert sich mein selbst demnach aus meinen Gedanken? Oder bekommen die Gedanken einen übergeordneten Stellenwert? Und wenn die Gedanken gar nicht die meinen sind, sondern durch Manipulation oder Propaganda entstanden? Eingeflüstert von einem Dämon. Wer wäre ich dann? Wäre ich der Mensch, der ich bin?
In einer Welt, in der sich Informationen und Ereignisse in der Geschwindigkeit rasender Wolken überschlagen und sich aus allen Ecken unvereinbare Gegensätze anschreien und die absolute Wahrheit für sich beanspruchen, wie kann ich mir da je sicher sein.