Anfang 30 - ein Alter, in dem die Entscheidungen der vergangenen Jahre spürbar werden. In dem man die Konsequenzen des eigenen Handelns nicht mehr ignorieren kann. Genau hier setzt Congoroo an.
Sie haben ein Album über falsche und richtige Abzweigungen geschrieben, über positive wie negative Zäsuren, über Charakterschwächen, ehemalige Wegbegleiter und nicht enden wollende Selbstzweifel. In einer Welt, die von Perfektion und Fassade geprägt ist, bieten Congoroo eine wohltuende Alternative: eine Band, die Fehler nicht versteckt, sondern annimmt - und daraus berührende Musik entstehen lässt.
Seit 2015 schöpfen Congoroo in dieser Besetzung ihre Inspiration aus genau diesen Themen und vereinen "Alternative und Grunge mit einer melancholischen Indie-Sensibilitaet". Mal trotzig, mal troestend, manchmal makaber - und stets mit dem Bewusstsein, dass nicht jede Bewaeltigungsstrategie die gesuendeste ist. Doch genau dafuer ist Selbstreflexion schliesslich da.
Mit dem neuen Album "Dear Hurricane" praesentieren sich Congoroo musikalisch wie textlich gereift. Zwischen Melancholie und Euphorie changierend, wirkt es, als wuerde das gesamte bisherige Leben der vier Bandmitglieder im Zeitraffer auf diesem Werk Platz finden.
Mit Bass, Schlagzeug, Gitarre und den zweistimmigen Gesangsparts der Brueder Mathias und Stefan zeigen Congoroo, dass man sie noch braucht - vielleicht dringender denn je.