Deutschlands größtes Sprechtheater (1.200 Plätze) liegt direkt hinter dem Hamburger Hauptbahnhof, im Herzen St.Georgs an der Kirchenallee. Das Haus, eines der schönsten Theater Deutschlands, blickt auf eine bewegte, über100jährige Geschichte zurück. Sie wurde von so berühmten Regisseuren wie Gustaf Gründgens oder Peter Zadek geprägt, um nur zwei Namen zu nennen. 2005 wird Friedrich Schirmer Intendant des Deutschen Schauspielhauses. Mit ihm und seinem starken Ensemble werden an verschiedenen Spielstätten die Linien fortgeführt, die das Haus seit je geprägt haben: die zeitgenössische Auseinandersetzung mit den großen, klassischen Stoffen und gleichzeitig die entschiedene Förderung junger Autoren und Theatermacher, die neue Erzählformen erproben. Das Junge Schauspielhaus wurde 2005 ins Leben gerufen und zeigt vor allem im Malersaal und im Rangfoyer mit großem Erfolg Inszenierungen für Kinder- und Jugendliche, die auch für Erwachsene geeignet sind. Seit Oktober 2010 ist Jack Kurfess Geschäftsführender Intendant.
Großes Haus
Das Schauspielhaus ist unsere Hauptspielstätte. Der Zuschauerraum des von dem berühmten Architektenpaar Helmer und Fellner 1899/1900 erbauten Theaters ist in Rot und Gold gehalten und gilt mit seinen neobarocken Elementen, dem Figurenschmuck und dem roten Gestühl als einer der schönsten Theaterräume Deutschlands. Das Schauspielhaus hat 1.196 Sitzplätze: im Parkett 488 Plätze (zusätzlich sechs Rollstuhlplätze), im 1. Rang 252 Plätze, im 2. Rang 380 Plätze sowie 72 Plätze in den Logen. Der Eingang befindet sich in der Kirchenallee 39, gegenüber dem Hauptbahnhof.
Der Malersaal ist die Hauptspielstätte des Jungen Schauspielhauses, wird aber auch vom Schauspielhaus genutzt. Er verdankt seinen Namen der ursprünglichen Funktion jenes Baus hinter dem Schauspielhaus, in dem die Werkstatt der Theatermaler untergebracht war. Er wurde 1972 in eine Studiobühne umgewandelt und als Ort für die Erprobung neuer Dramatik, junger Regisseure und Schauspieler in kurzer Zeit so populär, dass die Bezeichnung 1984 für den Neubau übernommen wurde. Die Spielfläche ist ebenerdig angelegt und bei Bedarf variabel nutzbar. Bis zu 145 Zuschauer finden auf der Tribüne Platz. Der Eingang befindet sich links neben dem Haupteingang zum Schauspielhaus, im Durchgang zum Malersaal.
Das Rangfoyer im 2. Rang ist ein ovaler Raum über dem Marmorsaal und bietet etwa 70 Zuschauern Platz. Der Zugang erfolgt über das Foyer des Schauspielhauses oder den Durchgang zum Malersaal.
Der Marmorsaal ist das Foyer im Ersten Rang. Marmorwände, Kronleuchter, Golddekor und rote Samtvorhänge verleihen ihm seinen Charme im Wiener Kaffeehausstil. Der Marmorsaal wird in erster Linie für Lesungen, Konferenzen und Publikumsgespräche genutzt. Und natürlich als Pausenfoyer.
Die Kantine dient auch als Veranstaltungsort. Hier finden kleine Vorstellungen, musikalische Programme und Lesungen statt. Davor, danach und überhaupt funktioniert die Kantine als Ort der Kommunikation, des Austauschs, des Vergnügens vor und nach den Vorstellungen – mit allem, was Küche und Keller zu bieten haben.