Wanda zählen zu den erfolgreichsten österreichischen Rockbands der vergangenen Jahre. Mit einer Mischung aus Indie-Rock, Rock’n’Roll, Austropop und großen, oft melancholischen Refrains gelang der Wiener Band Mitte der 2010er-Jahre der Durchbruch. Songs wie „Bologna“, „Bussi Baby“, „Columbo“, „Weiter, weiter“, „Ciao Baby“ und „Bei niemand anders“ machten Wanda weit über Österreich hinaus bekannt. Im Mittelpunkt steht dabei Sänger Marco Wanda, dessen Texte von Liebe, Sehnsucht, Rausch, Verlust und dem Leben in Wien erzählen. Seit ihrer Gründung 2012 entwickelte sich die Band von einem Geheimtipp der Wiener Musikszene zu einem der wichtigsten deutschsprachigen Rock-Acts ihrer Generation.
Die Gründung von Wanda in Wien
Wanda wurden 2012 in Wien gegründet. Prägende Mitglieder der Band sind Sänger und Gitarrist Marco Michael Wanda, Gitarrist Manuel Christoph Poppe und Bassist Reinhold „Ray“ Weber. Zur langjährigen Besetzung gehörte außerdem Keyboarder Christian Hummer.
Musikalisch entwickelte die Band früh einen eigenen Stil, in dem klassischer Rock’n’Roll auf Indie-Rock und österreichische Poptradition trifft. Eine wichtige Rolle spielen dabei Marco Wandas deutschsprachige Texte und sein charakteristischer Gesang. Statt Perfektion und Hochglanz setzte die Gruppe auf Direktheit, große Gefühle und eine bewusst raue Ästhetik.
Zu einem Markenzeichen wurde außerdem der Begriff „Amore“. Liebe erscheint bei Wanda dabei selten romantisch verklärt, sondern häufig verbunden mit Sehnsucht, Schmerz, Alkohol, Begehren und der Lust am Kontrollverlust.
„Amore“ und der Durchbruch mit „Bologna“
2014 erschien das Debütalbum „Amore“. Mit ihm gelang Wanda innerhalb kurzer Zeit der Durchbruch im deutschsprachigen Raum. Besonders „Bologna“ entwickelte sich zu einem der bekanntesten Songs der Band.
Das Album etablierte viele Elemente, die Wanda auch in den folgenden Jahren prägen sollten: Gitarren, große Refrains, Wiener Schmäh und Texte zwischen Euphorie und Melancholie. „Amore“ entwickelte sich zu einem langfristigen Erfolg und machte Wanda zu einem der wichtigsten Namen einer neuen österreichischen Musikgeneration.
Mit ihren Konzerten baute die Band parallel schnell eine große Fangemeinde auf. Die oft schweißtreibenden und emotionalen Shows wurden zu einem zentralen Bestandteil des Wanda-Phänomens.
„Bussi“ und der endgültige Aufstieg
Bereits 2015 erschien mit „Bussi“ das zweite Studioalbum. Wanda konnten damit unmittelbar an den Erfolg ihres Debüts anknüpfen. Der Song „Bussi Baby“ wurde zu einem ihrer größten Hits und gehört bis heute zu den bekanntesten Stücken der Band.
Innerhalb kurzer Zeit hatten Wanda damit einen unverwechselbaren Stil etabliert. Die Band verband klassische Rockgesten mit deutschsprachigem Pop, Wiener Lebensgefühl und einer Mischung aus Romantik und Selbstzerstörung.
Auch live wuchsen die Dimensionen. Aus Clubshows wurden größere Hallenkonzerte und Festivalauftritte. Wanda entwickelten sich damit zu einer der wenigen deutschsprachigen Gitarrenbands ihrer Generation, die Rockmusik wieder einem breiten Publikum näherbringen konnten.
„Niente“ und der Hit „Columbo“
2017 folgte das dritte Studioalbum „Niente“. Darauf entwickelte die Band ihren Sound weiter, ohne die Grundelemente der ersten beiden Alben aufzugeben.
Einer der größten Songs dieser Phase wurde „Columbo“. Der Titel entwickelte sich zu einem weiteren Wanda-Klassiker und zeigte gleichzeitig die melodischere Seite der Band.
Mit „Niente“ festigten Wanda ihren Status als feste Größe der deutschsprachigen Rocklandschaft. Aus dem schnellen Hype rund um „Amore“ und „Bussi“ war inzwischen eine langfristig erfolgreiche Karriere geworden.
„Ciao!“ und das selbstbetitelte Album „Wanda“
2019 veröffentlichten Wanda ihr viertes Studioalbum „Ciao!“. Songs wie „Ciao Baby“ und „Weiter, weiter“ führten den charakteristischen Sound der Gruppe fort. Auch hier standen große Melodien, Gitarren und Marco Wandas Geschichten über Beziehungen, Sehnsucht und das Leben im Mittelpunkt.
2022 folgte das selbstbetitelte fünfte Album „Wanda“. Die Platte erschien am 30. September und umfasste zwölf Songs. Produziert wurde sie erneut von Paul Gallister.
Doch das Jahr wurde für die Band von einem schweren Verlust überschattet. Im September 2022 starb der langjährige Keyboarder Christian Hummer nach einer schweren Krankheit. Sein Tod wurde zu einem tiefen Einschnitt in der Geschichte der Band. In der folgenden Zeit musste Wanda nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich einen neuen Umgang mit Verlust und Veränderung finden.
„Ende nie“ und „Bei niemand anders“
Am 7. Juni 2024 erschien das sechste Studioalbum „Ende nie“. Die vorausgegangenen Jahre hatten die Band stark geprägt: Neben Christian Hummers Tod musste Marco Wanda auch den Tod seines Vaters verarbeiten. Diese Erfahrungen flossen in ein Album ein, das persönlicher und verletzlicher ausfiel als viele frühere Veröffentlichungen.
Zu den Songs auf „Ende nie“ gehören „Bei niemand anders“, „Therapie“, „Keine Angst“, „Ich hör dir zu“ und „Kein Ende nie“. Das zentrale Thema des Albums ist die Liebe – allerdings in sehr unterschiedlichen Formen und verbunden mit Verlust, Freundschaft und Zusammenhalt.
Besonders „Bei niemand anders“ entwickelte sich zu einem der prägenden Wanda-Songs dieser Phase. Das Stück zeigt die Band von einer emotionalen und reduzierten Seite und steht sinnbildlich für die Veränderungen, die Wanda in den Jahren zuvor erlebt hatten.
Pause und Rückkehr mit „Salbei“
Nach der „Ende nie“-Phase zogen sich Wanda zeitweise aus der Öffentlichkeit zurück. 2026 nahm sich die Band eine öffentliche Auszeit, schrieb neue Musik und arbeitete an der nächsten Phase ihrer Karriere.
Am 2. Oktober 2026 meldeten sich Wanda schließlich mit der neuen Single „Salbei“ zurück. Der Song markiert eine deutliche Rückkehr zu kraftvollen Rockgitarren und ist gleichzeitig der erste Vorgeschmack auf das siebte Studioalbum „Was mich umbringt macht mich