Geboren in Köln, zog Eko Fresh nach der Scheidung seiner Eltern nach Mönchengladbach, wo er im Alter von 14 seine Liebe zu Hip-Hop entdeckte. Während er in einer Zwei-Zimmer-Wohnung eines Hochhauses heranwuchs, wollte seine Mutter nichts mehr, als dass ihm eine gute Bildung zuteil wird und schickte Ekrem aufs Gymnasium. Zu seiner Zeit auf dem Gymnasium war Eko einer der wenigen Schüler mit einem ausländischen Hintergrund – so wie er damals auch einer der ersten Ausländer war, die sich für deutschen Hip-Hop interessierten.
Mit 14 fing er an zu rappen und gründete mit Kingsize (heute Produzent auf dem Label „Selfmade“) und Serious Sam die Gruppe „Vogelfrei“. Mit 16 Jahren wurde Eko Fresh auf einer Jam-Session von Marcus Staiger (Hip-Hop-Journalist und Gründer des Labels „Royal Bunker“) und Kool Savas, seinem späteren Mentor, entdeckt.
Bereits ein Jahr später wurde Ekos erste Demo-EP „Jetzt kommen wir auf die Sachen“ auf dem damaligen Kult-Label „Royal Bunker“ released. Als erster Nicht-Berliner, dem diese Ehre widerfahren ist, lieferte Eko Fresh mit seinem innovativen Style sein Debüt ab – Die EP, die heute als Klassiker gilt und den Battle-Rap stark geprägt hat.
Eko brachte mit seinem Stil die Punchline-Lastigkeit seines Lehrers Savas und die Technik seines ersten Rap-Vorbildes Samy Deluxe zusammen. Außerdem spricht man von seinem Rap als die erste glaubwürdige und akzeptiert umgesetzte Interpretation des gegenwärtigen, amerikanischen Rap-Stils. Mit seiner Folgesingle „König von Deutschland“ schaffte Eko das Unmögliche und erreichte die bis dato erfolgreichste Platzierung einer Debüt-Single eines nationalen Rap-Acts und wurde über Nacht zur Berühmtheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit der zweiten Single und gleichzeitig dem Titeltrack des ersten Albums „Ich bin jung und brauche das Geld“ wurde er noch erfolgreicher und verkaufte über 100.000 Einheiten.
Sein Labelchef, Savas, droppte Eko Fresh, laut eigener Aussage, aufgrund von musikalischen Differenzen vom Label und das „dream Team“ trennte sich. Wenig später lieferten sich die beiden MCs mit den Tracks „Die Abrechnung“ und „Das Urteil“ das wohl legendärste Rap-Battle Deutschlands. Die Animosität besteht heute nicht mehr, jedoch gehen beide ihren eigenen Weg.
Mit der ersten Single seines zweiten Albums „Hart(z) 4“ schrieb Eko eine Hymne für die Straße. Der Track „Gheddo“ featuring Bushido ist bis heute sagenumwoben. Es gibt wohl kaum einen Rap-Fan, der den Vers „Eko Fresh Ghetto Chef, Junge denn es muss sein …“ nicht auswendig kennt.
Sein nächstes Album „Ekaveli“ brachte Eko als Hommage an sein großes Vorbild Tupac Shakur über Bushidos Label „ersguterjunge“ raus. Auch wenn das Album kommerziell nicht sehr erfolgreich war, gilt es in Genre-Kreisen als Meisterwerk.
Eko Fresh war nun erwachsen und wollte mit dem zweiten Teil seiner Debüt-EP „Jetzt kommen wir wieder auf die Sachen“ den Kreis schließen – ein voller Erfolg. Denn obwohl der damalige Youngster durch das Musik-Fernsehen und Teenie-Presse bekannt wurde, gelang dem heute routinierten und reflektierten Künstler ein spektakuläres Comeback – und das zu unserem Online-Musikzeitalter. Die Alben „Was kostet die Welt?“, „Ekrem“, „Ek to the Roots“, „Eksodus“ und „Deutscher Traum“ erschienen im Jahrestakt und übertrafen sich buchstäblich in ihrem Erfolg. 2013 holte sich Eko sogar die Spitze der Albumcharts – ein Streich, der ihm bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gelang.
Zu den Highlights seiner Kariere zählen eine Million verkaufte Tonträger, eine Echo-Nominierung, ein goldener BRAVO-Otto, mehrere goldene und Platin-Scheiben als Autor und vieles mehr. Ekos Musik machte mit viralen Hits wie zum Beispiel „Köln Kalk Ehrenmord“ oder „Quotentürke“ noch mehrmals in der Mainstream-Welt von sich Reden.
Mittlerweile selber ein gestandenes TV-Gesicht, zeigt Eko in seiner eigenen Sitcom „Blockbustaz“ und dem Kino-Hit „Drei Türken und ein Baby“ sein schauspielerisches Talent. Eko Fresh ist bis Dato das wohl jüngste Rap-Urgestein Deutschlands, den viele als den produktivsten Rapper der Szene beschreiben. Er begeisterte seine Fans mit dem Track „700 Bars“ (45 Minuten lang), in dem er seine Kariere Revue passieren lässt und „1000 Bars“ (60 Minuten lang), wo er unter Beweis stellt, dass er jeden Rap-Stil beherrscht. Auch hinter den Kulissen bewegte Eko einiges und war unter anderem maßgeblich an der damals noch jungen Karriere von Farid Bang, Summer Cem und Kay One als Förderer tätig. Nach seiner Musik-Abstinenz durch seine Schauspiel-Aktivitäten bringt Eko Fresh abermals eine EP raus, um zu seinen Wurzeln zurückzukehren: Battle-Rap! „Bars über Nacht“ erweist sich als eine Rap-Delikatesse für technisch versierte Feinschmecker und verwöhnt Ekos hardcore Fans auf ganzer Linie.