Hendrik Otremba ist ein echtes Multitalent – über die Jahre baute er sich eine Karriere als Sänger, Autor und bildender Künstler auf. Nebenher unterrichtet er als Dozent kreatives Schreiben und gibt seine Liebe und sein Wissen so an jüngere Generationen weiter.
Seine Musikkarriere startete 2010, als er gemeinsam mit Pogo McCartney, Pascal Schaumburg und Philipp Wutt die Band Messer gründete. Otremba ist nicht nur der Sänger der Post-Punk-Gruppe, er ist auch der kreative Kopf hinter den Texten. Sein Stil ist klar – lyrisch und Deutsch, minimalistisch und oftmals düster. Die Musik kommt gut an: Gemeinsam veröffentlichte Messer bis 2020 vier Alben und mehrere Singles.
2023 wagte Otremba den Schritt und veröffentlicht sein erstes Soloalbum „Riskantes Manöver", ein Plan, der schon lange in der Vorbereitung war: Bis zu 12 Jahre alt sind die Demos bereits, bevor sie ihren Weg in das Album fanden. Das Ergebnis ist alles andere als Mainstream. Auf fast filmische Art leitet „Riskantes Manöver" seine Zuhörer*innen durch dämonische Dystopien. Begleitet von Orchesterklängen und einer Art Erzählerstimme verwandelt Otremba Gefühle von Angst und Orientierungslosigkeit regelrecht zu Kunst – er selbst nimmt dabei die Figur '66 „Zeuge des zivilisatorischen Niedergangs" an.
Neben seiner Musik ist Hendrik Otremba für seine Arbeit als Autor bekannt: 2017 veröffentlichte er seinen Debütroman „Über uns der Schaum". In den nächsten fünf Jahren erschienen zwei weitere seiner Bücher: „Kachelbads Erbe" und „Benito". 2018 wurde sein Schreiben vom Arbeitsstipendium für Literatur des Berliner Senats gefördert.